Eindrücke einer Toscana-Sprach-Reise 2000 

 


Eindrücke von meiner Toscana-Reise mit italienischem Sprachkurs vom 20. - 28. 10. 2000 nach Follonica.


"Fährst Du mit zum Sprachkurs nach Follonica in die Toscana? so wurde ich im Italienisch-Kurs der VHS-Wiesbaden gefragt.
Sprachkurs in der Toscana!? eigentlich verlockend - aber dann doch tausend Ausreden: Diese lange Fahrt mit dem Bus (und das auch noch nachts), Ende Oktober ist das Wetter dort bestimmt nicht mehr gut etc., etc. Nun, zur Vorbesprechung der Reise bei "Marcello" kann man ja mal gehen, so dachte ich. Und siehe da, schon dies wurde ein voller Erfolg. Selten habe ich so nette Menschen auf einem Haufen erlebt, und ich entschloß mich, nicht nur die Toscana-Reise mitzumachen, sondern auch Mitglied bei amicizia zu werden.

Am Freitag, dem 20.10. 20.00 Uhr bedginnt das Abenteuer Follonica. Zuerst gibt es - als Einsstimmung auf die italienische Küche - ein leckeres Abendessen bei "Marcello" im Bürgerhaus in Sonnenberg. Um 21.30 Uhr startet der Bus in Richtung "bella Italia". Noch kennen sich die Teilnehmer kaum und, da es sowieso dunkel ist, nimmt sich jeder sein Nackenröllchen, und man schläft dem Süden entgegen. Am Samstag, de, 21.10. gegen 10.00 Uhr landen wir bei strahlendem Sonnenschein in Follonica im "Golfo del Sole". Wir beziehen unsere Bungalows. Ich teile eine Wohnung mit einer Mitschülerin aus dem VHS-Sprachkurs, mit der ich mich unheimlich gut verstehe. Um 17.00 Uhr machen wir einen ersten Test zur Einstufung in die einzelnen Gruppen. Unsere Lehrerin in der 2. Gruppe ist Silvia, mit der wir das große Los gezogen haben (bisogna aver fortuna!).

Sonntag, 22.10.2000
Es ist herrliches Wetter, Sonne pur. Nach dem Frühstück sitzen wir am Meer und haben 3 Stunden Unterricht. Es macht großen Spaß; die 3 Stunden vegehen wie im Flug. Poi facciamo la prima escursione a Suvereto, una città piccola sulla Strada di vino d'Etruschi. Nel centro storico visitiamo la Chiesa di San Giusto e il Palazzo Comunale.

Montag, 23.10.2000
Schon wieder ist schönstes Wetter, und wir freuen uns auf unseren Unterricht von 9.00 - 12.00 Uhr am Meer.
So gerne bin ich noch nie zur Schule gegangen!

 
Nachmittags geht unsere Busreise zur Zisterzienserabtei San Galgano, erbaut um 1224.
Im 13. Jahrhundert war San Galgano wirtschaftlicher und geistiger Mittelpunkt der Siena-Region, die Kirche galt als eines der edelsten gotischen Bauwerke Italiens. Heute pfeift der Wind durch seine spitzbogigen Maueröffnungen, das Sonnenlicht flutet in das 70 Meter lange Kirchenschiff, Wiese deckt den Boden.

Dienstag, 24.10.2000
Wie jeden Tag 3 Stunden Italienisch-Unterricht. Wenn das mit der Lust am Lernen so weitergeht, sind wir bald perfekt.
Heute fahren wir um 14.00 Uhr nach Roccatederighi, einem reizvollen Ort unter Felsblöcken, errichtet inmitten herrlicher Natur. Ci visitiamo le chiese San Bernardo e San Martino. A verderlo dalla roccia con il sole giù la valle da un impressione grandioso.

Mittwoch, 25.10.2000
Heute fällt der Sprachunterricht (leider!) aus. Dafür starten wir um 9.00 Uhr nach Pitigliano, der atemberaubend schönen Stadt im Fiora-Tal. Der Blick von der Kirche "Madonna della Grazie" hinterläßt einen unauslöschlichen Eindruck. Die Luft ist erfüllt von Zivilisationen und Kulturen, die sich im Wandel der Zeit abgelöst haben. Rund 3500 Jahre Geschichte!

Donnerstag, 26.10.2000
Heute ist das Wetter nicht so gut. Der Unterricht findet im Hotel statt, was unserem Enthusiasmus keinen Abbruch tut.
Am Nachmittag fahren wir nach Populonia hoch auf dem Berg am Golf von Barrati mit Gebäuden aus dem 14. Jahrhundert.

Freitag, 27.10.2000
Leider, leider unsere letzte Italienisch-Stunde. Poi andiamo al mercato a Follonica.
Am Nachmittag genießen wir zum letzten Mal das Meer bei strahlendem Sonnenschein.
In Castiglione della Pescaia wird ganz heftig Abschied gefeiert.

Diese Reise war wunderschön. Ich werde sie auf der Habenseite meines Lebens verbuchen. Mein Dank gilt vor allem Inge Kliemt und Marianne Stahl, die unermüdlich damit beschäftigt waren, unsere Wünsche und Vorstellungen in die Tat umzusetzen. Für alles hatten sie ein offenes Ohr.
Mia Kirstein