Suvereto

 

Suvereto

Die Anfänge von Suvereto gehen etwa auf das Jahr 1000 zurück. Es liegt zwischen sanften Hügeln, bewachsen mit Eichen, Kastanien, Korkeichen und Macchia, die bis zum Meer reichen, im Tal des kleinen Flußes Cornia. Die Weinstraße der Costa degli Etruschi führt hier vorbei, es mangelt daher auch nicht an Weinbergen sowie an alten Olivenbäumen und Ölmühlen.

Der alte Ortskern ist umschlossen von einer Stadtmauer in Form eines Fünfecks, gekrönt von 8 Türmen. In diesen Mauern wurde 1313 der Leichnam Kaiser Heinrichs VII. verbrannt, bevor man die sterblichen Überreste im Dom zu Pisa bestattete. Die Pisaner errichteten im 14. Jh. oberhalb des Ortes die Festung bzw. bauten sie aus, von der heute nur noch Ruinen erhalten sind.

Der „Palazzo Comunale“ aus der Zeit um 1200 mit Außentreppe, Loggia und zinnengekröntem Uhrturm demonstriert noch heute die einstige städtische Autonomie.

Die Kirche San Giusto , 1173 an Stelle eines älteren Vorgängerbaues vor dem mittelalterlichen Stadttor errichtet, hat ein beachtenswertes Portal und byzantinische Ornamente.
 


Kirche San Giusto


Angegliedert ist das Museum für sakrale Kunst, das bedeutende Skulpturen, Gemälde und liturgische Gegenstände aufbewahrt.

An der Hauptstraße, im Dorfzentrum, liegt die Kirche „della Madonna di sopra la porta“.

Einziger Überrest des von den Aldobrandeschi im 13. Jh. errichteten Klosters S. Francesco ist ein schlichter Kreuzgang, an den sich die Kirche del Crocifisso aus dem 16. Jh. anschließt.

Die alten öffentlichen Brunnen wie die „Fonte degli Angeli“ und „Belvedere“ wurden einst von den Bewohnern zum Hausgebrauch genutzt und haben erheblichen architektonischen Wert.

Wer hier nicht vom Weinbau lebt, arbeitet nach alter Väter Sitte als Köhler, Korkeichen-Arbeiter, Tischler, Schmied, Strohflechter oder Bäcker. In der Altstadt sind in den Geschäften typische Handwerksprodukte (z.B. schmiedeeiserne Waren) zu erstehen.

Die Schreiberin hat hier etwas ganz anderes zum ersten Mal im Leben erstanden: Lardo di Collonata, den berühmten fetten Speck, monatelang mit Gewürzen gereift in Marmorgefäßen. Schmeckt köstlich!