Montepescali

 

Montepescali

... ein toscanisches Dorf aus dem 11. Jahrhundert
 

Der Ort auf dem 222 m hohen Hügel liegt ca. 15 km von Grosseto und ca. 20 km vom tyrrhenischen Meer entfernt. Der Name kommt von monte = Berg und pesca = Fischfang, das heißt, früher hat es hier ganz anders ausgesehen – das Meer war in unmittelbarer Nähe.
 

Den Beinamen „Balkon der Maremma“ oder „Falke der Maremma“ kann man verstehen, wenn man auf dem Platz vor der Kirche San Lorenzo steht: Bei klarem Wetter reicht der Blick über die Ebene von Grosseto, über Roselle bis zu den Inseln des Toscanischen Archipels und auf der anderen Seite bis zum Monte Amiata, dem höchsten Berg der Toscana.

Montepescali, ehemaliges Kastell der Aldobrandeschi, ist heute noch umschlossen von den Mauern aus dem Jahre 1000. Die „Torre Comunale“ und die Bastion „Balluardo“ sind noch gut erhalten.
Durch die Via dei Pretorio kommen wir in das historische Zentrum, zum höchsten Punkt des Dorfes mit dem ehemaligen Gebäude des Gemeinderates (1147), dem früheren Sitz des Gerichts und dem Uhrenturm, der früher einmal der Glockenturm eines Benediktiner-Klosters war. Wenige Meter von der Piazza del Cassero steht die romanische Kirche S. Niccolò (12./13. Jh.), die mit ihren Marien-Fresken (von einem Schüler Bartolo di Fredi’s) eines der wichtigsten Kunstwerke von Montepescali ist.

Auch in der Kirche S. Lorenzo finden sich im spätromanisch-gotischen Innenraum beachtenswerte Fresken (Verkündigung aus der Schule Bartolo di Fredi, 14. Jh., hinter dem Hochaltar Madonna mit Kind, Hl. Sebastian, Maria Magdalena und Lucia von Matteo di Giovanni, ca. 1480).