Montalcino

 

Montalcino
 

 
Das Städtchen erstreckt sich auf einem Hügelrücken, umgeben von Weinbergen, zwischen den Flußtälern des Ombrone und des Asso, liegt 567 m hoch und ist bekannt u.a. wegen seines guten Weines.
Mit am bekanntesten ist der Brunello di Montalcino, der natürlich auch seinen Preis hat. Schließlich gibt es auch strenge Auflagen, bis sich ein Wein Brunello nennen darf. So muß er zum Beispiel 4 Jahre im Eichenfaß gelagert werden, bevor er überhaupt verkauft werden darf. Aber ganz klar: Es gibt auch andere Sorten, die gut trinkbar sind!

Schon von weitem erkennbar ist die Rocca, die Festung (nach 1361 errichtet). Kommt man durch das Portal mit den sienesischen Wappen, befindet man sich in einem Innenhof, der Bänke hat zum Ausruhen und weiterführt zum Eingang des Turmes. Im Inneren befindet sich eine Weinprobierstube mit Verkauf von Wein, Öl und Käse. Manchmal darf man auch den Turm besteigen.


An der Piazza del Popolo steht das handtuchschmale Rathaus; mehr Platz stand zum Bau einfach nicht zur Verfügung. Das Gebäude wurde in verschiedenen Epochen errichtet; eine Inschrift deutet auf 1285, der Glockenturm wurde teilweise erst im 15./16. Jh. errichtet.

Hübsch die angrenzenden Loggien aus dem 14. Jh. und hübsch auch das 1888 eröffnete Café Fiaschetteria Italiana mit Plüsch und Spiegelwänden — wie in Paris.

Immer wieder muß man steile Treppen und steile Wege gehen, dafür gibt es auch immer wieder hübsche Blicke in kleine Winkel und Durchgänge.
Die einschiffige Kirche S. Agostino in der Via Ricasoli wird Fresken-Liebhabern gefallen. Die Fassade vom 14. Jh. ist schlicht, sie hat aber ein schönes Marmorportal, eine Fensterrose, reizvolle Glasfenster und birgt im Inneren sienesische Fresken (auch aus dem Trecento).

Das anschließende Priesterseminar aus dem 16. Jh. mit Kreuzgang wurde jahrelang restauriert und beherbert derzeit die vereinigten Museen des Ortes. Einer der Schätze des Museums ist der thronende Petrus von Francesco di Valdambrino (1425). Die farbige Holzfigur wirkt so bewegt, das Gesicht ist von so lebhafter Mimik, daß man meint, dieser mit Tiara und rotem Kardinalsumhang ausgestattete Petrus könnte sich jeden Augenblick von seinem Sessel erheben.